Die Kykladen: Wo die griechischen Götter zu Hause sind

Eine der wichtigen Inselgruppen von Griechenland sind die Kykladen. Während beispielsweise die Dodekanes erst recht „spät“ besiedelt wurden, waren die Kykladen schon lange im Zentrum der Griechischen Kultur. Die Kykladen-Inseln beherbergen einige der größten Kunstschätze der Menschheit. Urlaub auf den Kykladen bedeutet immer auch Urlaub mit Einblicken in die Geschichte.

Die Kykladen, eine griechische Inselgruppe in der Ägäis, präsentieren sich den Besuchern als bunt, spannend und abwechslungsreich. Nicht umsonst sollen die Götter der alten Griechen auf den Kykladen-Inseln gewohnt haben. Heute sind die Kykladen alles, von der Badeinsel bis zur historischen Ausgrabungsstätte – je nachdem, welche der Inseln man besucht. Ein (fast) Rundum Angebot für den Urlaub auf griechischen Inseln.

Sechsundfünfzig kleinere und größere Inseln gehören zu der Inselgruppe der „Kykladen“. Die Inselgruppe liegt östlich der Peloponnes und nördlich von Kreta in der Ägäis. Einige der Inseln besitzen einen Flughafen. Aber wer will schon fliegen, wenn er alternativ eine Seereise mit einem der griechischen Fährschiffe erleben kann. Fährschiffe gehören auf den Kykladen zum Nahverkehr und laden zum „Insel – Hopping“ in Griechenland ein.

Die größeren und bekannteren Inseln wie die Museumsinsel Delos, die Partyinsel Mykonos oder Andros sind bei Besuchern sehr beliebt. Viele internationale Gäste, aber auch die „Festlandgriechen“ kommen jedes Jahr erneut, um entspannte Tage – oder Partyurlaub – auf Ihren Kykladen Inseln zu erleben. Die Auswahl der Attraktionen auf den Kykladen ist riesig: Wer alle Inseln besuchen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen und sich auf viele Fährfahrten einrichten.

Delos

Auf Delos soll Apollon zur Welt gekommen sein und auch Artemis soll hier das erste Mal die griechische Sonne gesehen haben. Heute ist Delos unbewohnt – zumindest zeigen sich die Götter nicht. Bevölkert ist die Insel nur von Historikern und Archäologen – und natürlich den auf den griechischen Inseln allgegenwärtigen Touristen. Delos ist heute eine reine „Ausgrabungsinsel“. An kaum einen anderen Platz in Griechenland werden mehr Kultur-Funde gemacht als auf Delos. Im antiken Griechenland galt die „Götterinsel“ als das religiöse und kulturelle Zentrum der griechischen Zivilisation. Und es gilt ein seltsames Gesetz auf der Insel: Seit jeher darf auf der Insel niemand geboren werden oder sterben.

Wer nach Delos kommt, muss Spazieren gehen um die alten Gemäuer anzuschauen. im Osten der Insel findet man den Zugang zum Ausgrabungsgelände. Hier ist alles „heilig“: Vom „Heiligen Hafen“ geht es über die „Heilige Straße“ zum Tempel des Apollon – natürlich auch ein Heiligtum der Antike. Einen „Heiligen See“ gibt es auch noch. Besonders bewundernswert ist jedoch eine Terrasse angefüllt mit Löwenstatuen. Die Löwen-Terrasse gilt – obwohl nicht „heilig“ als die bedeutendste Sehenswürdigkeit auf Delos.

Ein guter Punkt, um Übersicht über die Kykladen Inseln zu bekommen, ist der 113 Meter hohe Kynthos-Hügel. Bei gutem Wetter kann man die Inseln Mykonos, Tinos, Naxos und einige weitere Inseln von hier aus sehen.

Mykonos

Mykonos ist das „El Dorado“ für Badeurlauber. Für Griechische Inseln ungewöhnlich lange und atemberaubend weiße Strände. Wer hier sagt, die Insel hätte landschaftlich nichts zu bieten, hat einfach die Strände vergessen.

Aber die eigentliche Attraktion ist Mykonos selbst, die Hauptstadt der Insel. Chora, so nennen sie die Einheimischen. Die kleinen weißen Häuschen an den kleinen, noch engeren Gassen, die blauen Fensterläden mit Blumen – das ist das, wovon man träumt, wenn man an Griechenland denkt. Tavernen reihen sich aneinander und der Duft von frischen Speisen füllt gerade zum Abend den ganzen Ort. Direkt neben der Stadt gibt es die berühmten Windmühlen von Mykonos, die belegen, dass Windmühlen keine Erfindung der Niederländer sind.

Niemand sollte entsetzt sein, das es auf Mykonos keine Ausgrabungsstätten gibt. Nicht jede Insel des Landes mit 3000 Jahren Kulturgeschichte in jedem Sandkorn hat eigene Ausgrabungsstätten. dafür gibt es ja die Nahegelegene Insel Delos, zu der sich ein Fährbootausflug lohnt.

Andros

Die nördlichste Kykladen-Insel ist Andros. Sie ist auch die zweitgrößte Insel der Kykladen. Die Insel ist immer noch vorwiegend landwirtschaftlich geprägt: Orangen- und Zitronenplantagen und die allgegenwärtigen Olivenhaine prägen das Landschaftsbild. Andros hat richtige Berge, Wildbäche und Schluchten. Schon wenige hundert Meter hinter den Grenzen der kleinen Dörfer beginnt eine ungewöhnlich raue Landschaft – mit ganz besonderem Charme. Andros ist touristisch nicht so erschlossen, wie die anderen größeren Kykladen-Inseln – was nicht heißt, das man hier nicht kleine nette Pensionen oder Hotels und gute griechische Gastronomie findet.

Eine Besonderheit bietet die Insel auch in architektonischer Hinsicht: Die Dächer der kleinen weißen Häuser sind hier – im Gegensatz zum Rest Griechenlands – traditionell mit roten Ziegeln gedeckt.