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Die kanadische Provinz Québec hat nur 7,5 Millionen Einwohner, ist aber 4,6 mal so groß wie Deutschland - viel Platz für Outdoor Aktivisten. Mit über einer Million Seen, ausgedehnten Wäldern, zahlreichen Flüssen, einer vielseitigen Fauna und Flora in einer noch unerforschten Wildnis ist die Angebotspalette Quebecs für den Abenteuersuchenden und Individualreisenden schier unerschöpflich. 80 Prozent der Bewohner Québecs leben in Städten im Süden des Landes. Die wilde Ursprünglichkeit Québecs im Norden ist deshalb praktisch noch unerschlossen. Die Ureinwohner Québecs, die Inuit (Eskimos) und Indianer, leben auch heute noch fernab der Zivilisation der Städte in ihren eigenen Dörfern und Gebieten.
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Natur in Québec
Foto: Québec Tourisme / Jean-Guy Lavoie
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Das kontinentale Klima beschert den Einwohnern Québecs vier klar voneinander getrennte Jahreszeiten: Der kurze milde Frühling geht in einen oft sehr heißen Sommer mit Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius über. Im Herbst verfärbt sich das Laub der Mischwälder in ein einzigartiges Flammenmeer und macht Québec während dieser Zeit zu einem besonders reizvollen Reiseziel. Nicht umsonst wird der "Indian Summer" in Québec auch als "Fünfte Jahreszeit" bezeichnet. Von weißer Weihnacht müssen die Bewohner der Provinz nicht träumen - Schnee und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt sind im Winter garantiert.
Mit dem Ruf "Der Saft läuft" wird jedes Jahr ungefähr Mitte März die Zeit der Ahornsirup - Feste eingeläutet, die bis Ende April andauert. Die Zuckerhütten in den Wäldern Québecs, die "sucreries", haben während des Frühjahrs Hochsaison. Ahornsirup wird nur in Nordamerika hergestellt; rund zwei Drittel der gesamten Produktion kommen aus Québec.
Sobald die Tage länger werden, laufen auch die ersten Boote zur Walbeobachtung bei Tadoussac auf dem dort rund 25 Kilometer breiten Sankt Lorenz Strom aus. Neben den Grau- und Belugawalen können sogar seltene Blauwale und eine Vielzahl von Seehunden bis in den Herbst hinein auf der größten Wasserader Quebecs beobachtet werden.
Im Frühjahr kommen die riesigen Scharen der Schneegänse und anderer Zugvögel aus ihrem Winterquartier nach Québec zurück. Das Angebot an Freizeitaktivitäten vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein reicht von Kajakfahren, Wildwasserrafting, Segeln und Golf über Mountainbiking und Trekking bis hin zu Kanu-Camping.
Nicht zuletzt aufgrund des herrlichen, heißen Sommerwetters zeichnet sich Québec neben den bereits erwähnten Freizeitaktivitäten vor allem auch durch seine zahlreichen Feste und Festivals in Stadt und Land aus. Bis in die kleinsten Dörfer lassen die Einwohner Quebecs keine Gelegenheit zum Feiern aus: Vom Wettschwimmen im Lac Saint-Jean über das Heißluftballon-Festival in Richelieu bis hin zu Erdbeer- und Blaubeerfesten reicht die Palette der Sommerfeiern in Québec.
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Parc de la Gaspésie
Foto: Quebec Tourisme / Jean-Paul Huard
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Der Herbst mit seinen klaren und sonnigen Tagen gehört zweifelsohne zu den schönsten Zeiten für eine "Entdeckerreise" nach Québec. Für den Angelurlaub bietet sich die unberührten Natur mit ihrem großen Fischreichtum geradezu an. Ein besonderes Naturschauspiel sind im Herbst die imposanten Scharen von Wildgänsen, die sich östlich von Québec City zu Tausenden für ihren Flug in wärmere Gefilde sammeln.
Vor allem aber der "Indian Summer" mit seinem farbenprächtigen Naturschauspiel, das durch die Verfärbung der riesigen Laubwälder hervorgerufen wird und wohl einmalig auf der Welt ist, verwandelt die Landschaft farblich in ein Flammenmeer. Naturliebhaber und Fotografen kommen während dieser Jahreszeit voll auf ihre Kosten.
Zu den größten Winterattraktionen im Schneeparadies Québec gehören neben den klassischen Wintersportarten wie Eishockey, Langlauf und Alpinski zweifellos Motorschlittenfahrten: Von Mitte Dezember bis Ostern kann man auf einem Netz von über 32.000 Kilometern markierter Loipen wochenlang in den winterlichen Regionen unterwegs sein. Entlang der Routen haben sich überall Hotels, Lodges und Restaurants auf die "Schneemobil-Ritter" eingestellt. Auch Touren mit dem Hundeschlitten, der mit bis zu 50 Stundenkilometern durch die verschneite Region gleitet, versprechen ein ungewöhnliches Wintererlebnis.
Eine weitere Besonderheit Québecs in den Wintermonaten ist das Eisfischen: Ganze Dörfer aus kleinen Holzhütten entstehen auf der oft meterdick gefrorenen Eisdecke der Seen und Flüsse. In den bodenlosen Hütten wird ein Loch zum Angeln gebohrt. Der frische Fang wandert direkt auf den nebenstehenden Grill und wird sofort verspeist. Zu den beliebtesten Plätzen der Eisfischer in Québec zählen die Flüsse Saint-Pierre, Ste.Anne und Deux-Montagnes sowie der Saguenay Fjord.
Quelle: pairola-media.com
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