ReiseveranstalterVeranstalterreisen boomen seit den 80er Jahren
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ReseveranstalterWenn 1970 noch nur rund 17% aller Reisen so genannte „Veranstalterreisen“ waren, hat sich dieser Prozentanteil bis 2000 auf fast 50% erhöht. Urlauber griffen in diesen Jahren in verstärktem Maße auf die Dienstleistungen von Reiseveranstaltern zurück. Protegiert wurde diese Entwicklung dadurch, das immer mehr Flugreisen in ferne Länder gebucht wurden. Mit den Terroranschlägen in den USA in 2000 wurde diese Entwicklung zunächst gestoppt. Man verbrachte den Urlaub eher in nahen Zielen, die mit dem eigenen PKW oder der Bahn erreicht werden konnten. Der Anteil von Reisen über Reiseveranstalter sank zunächst, bis er ab 2004 wieder langsam stieg und heuer (2006) wieder das Niveau von 2000 erreicht haben sollte. Der Begriff Reiseveranstalter ist im deutschen Recht nicht eindeutig definiert. Im Unterschied zu einem genau erklärten Reisevermittler (§§ 651 a II BGB) erbringt ein Reiseveranstalter jedoch eine „Gesamtheit“ von Reisedienstleistungen. Wer auf eigenen Namen und auf eigene Rechnung eine oder mehrere Reisedienstleistungen erbringt, ist ein Reiseveranstalter. Der deutsche Markt der Reiseveranstalter ist zweigeteilt: Große Generalisten im Pauschalreisebereich halten die überwiegenden Marktanteile. Hier hat ein Verdrängungs- bzw. Konzentrationsprozess stattgefunden. Dieser Prozess ist noch nicht beendet. Die sechs größten Reiseveranstalter Konzerne halten etwa 80% des gesamten Pauschalreisemarktes. Der Konzentrationsprozess scheint hier immer noch nicht abgeschlossen zu sein. Kleine und mittlere Veranstalter haben nur dann Überlebenschancen, wenn sie sich auf Segmente konzentrieren, in denen sie entweder hockspezialisiert sind oder aber die für die Großen der Branche nicht bedient werden können.
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